Radiologie meint ursprünglich die "Lehre von den Strahlen". Die Röntgenstrahlen wurden Ende de 19. Jahrhunderts von
Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt. Damit hatte man in der Medizin erstmals die Möglichkeit, in den Patienten hinein zu schauen. Dass Röntgenstrahlen nicht ganz ungefährlich sind, bezahlten einige der Pioniere wie auch des technischen Personals mit dem Leben, trotzdem war der Siegeszug der Röntgentechnik nicht mehr aufzuhalten. Um eine bessere Diagnostik zu ermöglichen und insbesondere auch innere Strukturen wie Gefässe, die Därme oder auch das Rückenmark und das Gehirn besser darstellen zu können, wurden zusätzliche Kontrastmittel entwickelt. Bis in die 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts blieb die Röntgentechnik der Standard für die Bildgebung in der Medizin. Dann setzte jedoch, auch mit dem Aufkommen leistungsfähiger Rechner, eine sprunghafte technische Entwicklung der medizinischen Bildgebung ein, zuerst mit der Einführung der
Computertomographie (mit Röntgenstrahlen) und der
Ultraschalldiagnostik sowie in den 80er Jahren mit der Kernspintomographie oder
Magnetresonanztomographie (MRI).