Szintigraphie

Zur Funktions- und Lokalisationsdiagnostik von Organsystemen wird bei der Nuklearmedizin (Szintigraphie) eine leicht radiokative Substanz mittels Injektion direkt in den Körper gebracht. Mit Hilfe von Kamerasystemen wird dann die radioaktive Strahlung aus dem Körper gemessen und in diagnostische Bilder umgewandelt. So wird die Darstellung des Stoffwechsel bzw. der Durchblutung eines Organsystems erzielt. Am häufigsten wird diese Technik für die Untersuchung des Skeletts, der Schilddrüse oder der Lungen verwendet. Als radioaktive Subastanz wird in der Regel Technetium (Tc99m) gebraucht mit einer Halbwertszeit von 6 Stunden.

 

Informationen für den Patienten

Vorbereitung:

Es ist keine besondere Vorbereitung für die Untersuchung nötig. Sie müssen nicht nüchtern sein und dürfen auch ihre Medikamente wie gewohnt einnehmen.

Untersuchungsablauf:

Sie bekommen eine geringe Menge einer radioaktiven Substanz in die Armvene gespritzt. Nach etwas 3 Stunden erfolgt die Aufnahme an der Kamera. Die Wartezeit muss nicht im Institut verbracht werden. Es ist jedoch wichtig, dass sie währen der Wartezeit mindestens 1 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Die Untersuchungszeit dauert je nach Fragestellung ca. 30 Minuten. Bei Mehrphasen-Skelettszintigraphien, die vorwiegend bei Gelenksuntersuchungen durchgeführt werden, werden bereits direkt nach der Injektion der radiokativen Substanz Bilder angefertigt. Nach einer Wartezeit von ca. 3 Stunden werden die abschliessenden Bilder gemacht. Gegebenenfalls wird die Untersuchung mit einer CT (Computertomographie) kombiniert, wodurch sich die Befunde noch genauer beurteilen lassen.

Bei den von uns verwendeten Substanzen sind keine Nebenwirkungen bekannt, auch allergische Reaktionen kommen nur sehr selten vor. Die Strahlenbelastung der nuklearmedizinischen Untersuchung entspricht wenig mehr als der natürlichen, jährlichen Strahlenexposition und ändert sich nicht durch die Anzahl der Aufnahmen. Sie ist deutlich geringer als zB bei einer Computertomographie.

Nach der Behandlung:

  • Es ist ratsam viel zu trinken, denn durch das häufige Wasserlassen wird die  Substanz schneller ausgeschwemmt und somit die Strahlenbelastung minimiert.
  • Am Tag der Behandlung sollten sie darauf achten, keinen engen Kontakt zu Schwangeren und Kleinkindern zu haben.
  • Stillende Frauen sollten eine Stillpause von 48 Stunden einhalten.